Wie plant man ein Familien-Sabbatical? (Teil 1)

Nach den ganzen tollen Reiseberichten von Anke wird es Zeit für einen Blick hinter die Kulissen unseres Sabbatical. Bevor wir aber gleich im Detail schreiben, wie wir unsere Weltreise geplant haben, ist wohl zuerst ein Blick zurück sinnvoll. Wie kam es eigentlich dazu, dass wir uns das Abenteuer eines Familien-Sabbaticals in den Kopf gesetzt haben? Ein Rückblick in 7 Akten:

Phase 1, Träumerei:

Angefangen hat unser Abenteuer mit einem beliebig austauschbaren, stinknormalen, fürchterlich stressigen Tag, an dem wir abends platt wie immer zusammensaßen, um bei einem Sieger-Wein festzustellen, dass das ja nicht immer so weitergehen darf. Wir haben uns an die vielen früheren Reisen, Studienaufenthalte und Abenteuer erinnert und festgestellt: Wir brauchen mal wieder ein Update. Das war so vor drei Jahren, und dann zunehmend regelmäßiger.

Phase 2, Schnapsidee:

Oder Bier-Idee, wie auch immer. Vor etwa zwei Jahren, an einem beliebig austauschbaren, stinknormalen, fürchterlich stressigen Tag haben wir mal abgeschätzt, wann eigentlich ein sinnvoller Zeitpunkt wäre. Bei Anke und mir sollte es im Job reinpassen, die Kinder sollten alt genug sein, um was davon zu haben, aber jung genug wegen der Schulpflicht. Und es wurde schnell deutlich, der „Jetzt-oder-Nie-Zeitslot“ wäre 2017/2018. Mein Projekt ist dann fertig, Valentin noch im Kindi, Antonia „erst“ in der zweiten Klasse, und bei Anke passt es immer oder nie.

Phase 3, Mensch, das könnte doch klappen:

So vor einem Jahr, wir hatten in der Zwischenzeit hier und da schon ein bisschen recherchiert über Schulpflicht, Kosten, Reiseziele, Erfahrungsberichte usw… war es dann soweit. Wiedermal ein beliebig austauschbarer, stinknormaler, fürchterlich stressiger Tag. Beim Durchträumen obiger Schnapsidee wurde uns zunehmend klar: Warum eigentlich nicht? Und so kurz vor Weihnachten, ja ja, an einem beliebig austauschbaren, stinknormalen…. kam es zur folgenschweren Entscheidung und damit zu:

Phase 4, Startschuss:

Weihnachtsferien, Zeit um alles genau zu recherchieren. Wo welche Visa, wann klimatisch am besten, was kostet‘s, Terminpläne hoch und runter… Jetzt kommen also die vielen Listen und To-Do-Punkte, die Anke schon mal angedroht hat. Das füllt aber locker einen eigenen Post, deswegen springen wir gleich zu:

Phase 5, Coming-out:

Seit Monaten brennt es schon in uns, die viele Vorfreude muss irgendwo hin! Inzwischen sind die potentiellen Show-Stopper Arbeitgeberfreistellung, Schulbefreiung und grobe Finanzierung geklärt, Verwandtschaft und engste Freunde sind eingeweiht – es sollte eigentlich nichts mehr schief gehen. Deshalb heißt es im April: Raus mit der Neuigkeit, endlich darf die Vorfreude richtig im Kreis hüpfen. Die viele positive Resonanz ist toll, einige Leute fangen an mit uns zu träumen und starten heimlich mit Phase 1… gut so! Denn wir segeln nun mit frischer Kraft durch die verbleibenden beliebig austauschbaren, stinknormalen, fürchterlich stressigen Tage weiter in:

Phase 6, jetzt geht‘s bald los:

Mitte Juli: Oh Gott, jetzt ist es bald soweit! Man hat plötzlich fast ein bisschen Angst vor dem eigenen Mut, aber es gibt eigentlich kein Zurück mehr. Die Abschiede fangen an und werden häufiger. Ausstand im Job, letzter Schultag, letzter Arbeitstag, Familienabschied, letztes Grillen mit den Kumpels. Nebenbei das Haus ausräumen, alle Sachen packen und die letzten To-Do-Punkte abarbeiten. Eine saumäßig anstrengende Phase, körperlich wie emotional. Aber wir haben‘s ja so gewollt und wollen es immer noch, denn die letzte und wichtigste Phase ist ja nicht mehr weit. Alles ist geplant, gepackt, verabschiedet, geklärt…und dann, juhuu, endlich:

Phase 7, das Abenteuer beginnt:

Seit dem 15. August sind wir unterwegs, seit dem 1. September ist das Ganze offiziell unser Sabbatical. Und am 11. September, ganz pünktlich, haben wir mit dem Schulunterricht begonnen… Unsere Abenteuer damit und an den vielen Stationen unserer großen Reise schildern wir hier nach und nach. Genauso wie weitere „Randaspekte“, etwa die Einrichtung unseres Nugget, das Thema Essen etc. Das ist unsere Aufgabe, während die Kinder Hausaufgaben machen… 😉

Ein Gedanke zu “Wie plant man ein Familien-Sabbatical? (Teil 1)

  1. Hallo ihr lieben, eure Reiseberichte sind ganz toll. oOwohl es bei uns natürlich andauernd „fürchterlich stressige Tage“ gibt ( wie früher bei euch auch 😉 , ist es immer schön, von euch zu lesen. Wir denken an euch und vermissen euch und beneiden euch natürlich auch. Viele viele viele liebe Grüße von Jördis und Co
    PS: Post hab ich diktiert, deshalb die mangelhafte Rechtschreibung 😉

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