Wo es dampft und stinkt

Darauf hatten wir uns schon lang gefreut: Dem Erdinneren ein Stück näher sein, heißes Geblubber, schweflige Dämpfe und vulkanische Landschaft erleben. Es war eindrucksvoll in der Gegend um Rotorua – und gleichzeitig erholsam. Denn wir haben nach der langen Umrundung der Südinsel und dem ähnlich fahrintensiven Australien-Abenteuer einfach mal einen Gang runtergeschaltet und sind sesshafter geworden. Das durchwachsene Wetter unterstützt uns dabei in letzter Zeit durchaus tatkräftig.

4. März: Nach dem unverhofft komfortablen Flug mit dem Emirates-Flieger kommen wir gegen Mittag satt und relativ ausgeruht in Auckland an. Dort ist es schon zwei Uhr, bis wir durch die Pass- und die Keine-Lebensmittel-und-Lebewesen-Einschleppen-Kontrolle sind und der Shuttlebus uns zum Bezahlparkplatz gebracht hat, ist es fast halb vier. Unsere Freude ist riesig, als wir unseren Otto inmitten der vielen Urlauber-Autos wiederfinden. Wir steigen ein und fahren schnurstracks nach Taupo, wo wir die Ulla aus dem Garten unserer Freunde ziehen und an die 5 Mile Bay bringen. Tut das gut, wieder in einem vernünftigen Bett zu schlafen!

5. März: Als am Vormittag viele der anderen Camper nach und nach das Feld räumen, finden wir für unseren Wohnwagen den perfekten Platz direkt am Seeufer. Wir genießen die Malzeiten mit Seeblick und natürlich den See selbst, der einfach toll ist zum Schwimmen. Während der Rest vom Fest mit Unterricht beschäftigt ist, mache ich mich auf Wasch- und Einkaufstour. Leider hat jemand meinen Trockner vorzeitig aufgerissen, so dass die Klamotten noch ordentlich nass sind, als ich sie abholen komme. Die Reinigung nebenan, wo man Geld auf die Waschkarte laden kann, hat leider schon zu. Also werden Otto und Ulla zu Kleiderständern umfunktioniert. Bis alles trocken ist, muss ich ein paarmal umschichten, denn es waren halt doch zwei volle Maschinen mit Wäsche… Abends passiert dann was Blödes, was wir noch nie hatten: Ein Kontrolleur kommt vorbei, schaut das Zertifikat an Ullas Scheibe turboobergründlich an und stört sich dran, dass der Wohnwagen nur für zwei Personen eine offizielle „Selfcontained-Zulassung“ hat. Das bedeutet: Völlig unabhängig sein von öffentlichen Klos und Mülleimern, Toilette, Brauch- und Abwasser selbst an Bord haben. Passt bei uns eigentlich alles, nur der Abwasserkanister ist ein klein wenig zu klein für vier Leute. Der werte Herr will sich aber auf keine Diskussion einlassen, erlaubt uns die anstehende Nacht lang noch zu bleiben… aber wehe, er trifft uns am nächsten Abend hier wieder…

6. März: Wir genießen unseren Lake Taupo nochmal ausführlich, bevor wir unser Gespann auf den anderen kostenlosen Campingplatz in Taupo verlagern. Der liegt am Waikato-River und ist auch nicht ganz schlecht, der Abstieg ist verkraftbar. Hier gibt es Stöcke zum Schnitzen (leider fehlt seitdem Valentins Taschenmesser) und Enten zum Füttern, wir fühlen uns also bald wieder heimisch.

7. März: Das Wetter ist äußerst mittelmäßig, aber wir wollen ohnehin einen ruhigen Tag machen. Was Jochen nur begrenzt durchhält. Irgendwann zieht er los und erkundet schon mal die besten heißen Quellen in der Umgebung. Die Kinder spielen Lego, wir lesen vor (ein Buch über einen Wombat aus Australien) und backen gemeinsam einen Karottenkuchen. Und: Wir gehen ein großes Projekt an – Briefe schreiben an Antonias Klasse und an die besten Freunde zu Hause. Valentin lässt sich ein paar Sätze vorschreiben und kritzelt sie mit Hingabe ab, wird schön! Richtig aufwändig ist Antonias Klassenbrief. Denn sie hat ja von jedem einzelnen Kind der Klasse einen Brief bekommen und möchte möglichst jedem alle Fragen beantworten. Deshalb ordnen wir erstmal („clustern“ würde man in der modernen Bürosprache sagen). Es gibt Fragen zu Tieren, Ländern, Freunden, Sprachen und Fußball. Wir zählen die Häufigkeit und beantworten sie dann in der adäquaten Reihenfolge. Und erst wenn man sich um die Fragen der anderen gekümmert hat, darf man Eigenes erzählen, das leuchtet Toni sofort ein. Der Brief an die Klasse wird volle zwei DIN-A4-Seiten lang, die besten Freundinnen bekommen zusätzlich in separaten Briefen je eine Seite (das ist allerdings nicht alles an einem Tag passiert, sondern hat uns die ganze Woche über beschäftigt).

8. März: Bei erneut durchwachsenem Wetter gehe ich mein nächstes Projekt an: Der Blog muss endlich übersichtlicher werden!! Ich führe Kategorien ein, verschlagworte die Texte, gebe den Einträgen individuelle Header-Bilder und lasse auf der Startseite nur noch die ersten paar Sätze anzeigen. Fürs ordentliche Benennen der Bilder reichen Zeit und Mbit-Rate nicht, ich habe auch so schon genügend Stunden meines Lebens an den Blog gehängt… Mann und Kinder streunen derweil durch Taupo City Centre, kaufen Briefkuverts und andere sinnvolle Kleinigkeiten und dürfen mich beim dritten Anlauf wieder von der öffentlichen Bücherei abholen (das ist der Platz, wo es in Neuseeland immer garantiertes Free WiFi gibt). Natürlich bin ich auch dann noch nicht fertig, aber das Ganze muss ja familienverträglich bleiben. Und so machen wir mit dem Nachmittag etwas Vernünftiges: Jochen bringt uns zur besten der am Vortag entdeckten heißen Quellen, dem Butcher’s Pool, der die ideale Wohlfühltemperatur hat. Den Kindern bläuen wir „Kopf hoch!“ ein – eine wichtige Regel auch für die nächsten Tage: Nase und Ohren dürfen nicht unter Wasser, da sonst eine Amöbe eindringen könnte (was sehr selten, aber tödlich ist, da sie das Hirn zerfrisst).

9. März: Heute gehen wir baden mit Untertauchen: Im Schwimmbad von Taupo, dessen Außenbecken dank der kostengünstigen Heizung mit Erdwärme schön warm sind. Es gibt auch zwei längere Rutschen – aber für deren Nutzung muss man sich ein extra Armbändchen besorgen. Irgendwann ist der Wunsch der Kinder so groß, dass sie es angehen. Jeder kauft sich selbst so ein Band, ganz alleine und auf Englisch! Da sind wir platt. Weiteres Highlight des Tages: Wir werfen die ersten Briefe ein. Zudem kaufen wir Proviant und gehen vergleichsweise früh ins Bett, denn wir haben am nächsten Tag Großes vor: das Tongariro Crossing.

10. März: Um 5 Uhr klingelt der Wecker. Um 6:45 Uhr laufen die Kinder und ich am Wanderparkplatz los. 0 km steht auf dem ersten Pfosten, am Ende wird dort 19 stehen. Genau 19,5 Kilometer ist die angeblich schönste Eintageswanderung der Welt lang, überwindet dabei 800 Höhenmeter und steigt später mehr als 1.000 Höhenmeter wieder ab. Dort, an den tiefsten Punkt, den Ankunftsparkplatz, stellt Jochen das Auto und fährt mit einem Shuttle zurück zum Einstiegsparkplatz. Gegen neun Uhr treffen wir ihn auf dem ersten Höhenrücken. Da sind wir gerade dabei aufzutauen, denn die ersten eineinhalb Stunden waren sehr schattig und kühl. Und nur bedingt spannend. Aber jetzt – jetzt wird es prima. Der kegelförmige Mount Ngauruhoe zeigt uns seine blutrote Schulter, der erste Kratersee glänzt in der Sonne. Während des weiteren Anstiegs umgeben uns feine Dampfwölkchen. Dann taucht eine riesige Lavaspalte im Berg auf. Unser erstes Picknick machen wir auf 30°C warmem Boden. Anschließend steigen wir zwischen leuchtend grünen Seen und entlang einer Lavazunge wieder leicht bergauf (immer der Menschenkette nach, es ist ziemlich überlaufen). Beim zweiten Picknick haben wir bereits Ausblick auf den Lake Taupo in der Ferne. Nun geht es nur noch bergab, erst über nackte Vulkanhänge, dann durch knallgrünen Urwald. Aber es zieht sich… Die Kinder sind mega tapfer! Alle Füße schmerzen, Jochens haben sogar dicke Blasen. Aber wir schaffen es, sind stolz wie Oskar auf unsere Kinder und müssen zugeben: Die Wanderung ist wirklich wunderschön!

11. März: Ich jogge nochmal zu den imposanten Huka Falls, dann verabschieden wir uns von Taupo und ziehen ein Stückchen weiter Richtung Norden. Ulla parkt am Butcher‘s Pool, während wir die heiße Umgebung erkunden. Der Kerosine Creek liegt idyllisch im Wald, das warme Wasser plätschert über ein paar Wasserfällchen… und wir mittendrin (allerdings nicht ganz allein, der Bach ist beliebt bei Spaniern wie Chinesen). Das nächste Schauspiel kann man nur von außen begucken: Ein riesiger Mud Pool, in dem an allen Ecken und Enden der Schlamm kocht. An der ein oder anderen Stelle spritzt er nach einer gewissen „Aufladezeit“ mehrere Meter hoch – fast schon kleine Geysire! Wirklich allein sind wir anschließend am Hot and Cold River, der Mündung eines heißen Bachs in einen lauwarmen Fluss. Hier findet jeder die passende Temperatur, man kann sich aufheizen und wieder abkühlen, klasse! Wie auch das Bad im Butcher‘s Pool unterm Sternenhimmel, als die Kinder bereits schlafen.

12. März: Auf dem Weg nach Rotorua lassen wir das horrend teure „Thermal Wonderland“ links liegen, in dem einmal am Tag ein „Geysir“ mit Seifentensiden künstlich zum Ausbruch gebracht wird. Wir sehen uns lediglich einen geheimen heißen Fluss tief versteckt unter Farnbäumen an, das Spout Bath, heute ohne baden. Denn wir wollen weiter nach Rotorua, und die Eile ist gerechtfertigt: Wir bekommen gerade noch den letzten der drei kostenlosen Übernachtungsstellplätze vorne am See. Die Kinder sind happy: Auf dem Teerboden kann man super mit Schleich-Tieren spielen und zwischen Auto und Wohnwagen ein Zelt aus Handtüchern bauen. Bis der Regen kommt… Trotzdem spazieren wir in den gleich um die Ecke gelegenen Maori-Stadtteil Ohinemutu, bewundern die Schnitzereien am Versammlungshaus und die dampfenden und blubbernden Löcher, die sich alle paar Meter auftun. Hier hat fast jeder seine eigene geothermale Aktivität im Garten. Die Gräber um die Kirche herum sind allesamt oberirdische Stein- oder Betonklötze, denn hier mag man nicht zu tief graben. Großenteils aus dem Auto heraus verschaffen wir uns noch einen Eindruck von der restlichen Stadt und begeistern uns für den Stadtpark, der völlig kostenlos jede Menge Thermal-Wonderland-Attraktionen bietet, bevor wir uns wieder in den trockenen Wohnwagen verkrümeln.

13. März: Das Wetter ist gut, der fauchende Stadtpark wartet auf uns. Wir überqueren auf einer sehr niedrig angebrachten Brücke einen heißen See und stehen mitten im Nebel. Wir bestaunen heißen Matsch in sämtlichen vorstellbaren Zähigkeitsstufen. Wir nehmen ein heißes Fußbad… Hier ist echt was geboten! Anschließend fahren wir zum anderen Maori-Stadtteil Whakarewarewa, wo es laut meinem Reiseführer zweimal am Tag kostenlose Kulturvorführungen gibt und man frei herumstreunen darf. Als ich nach der Kultur frage, lerne ich, dass man die nur im Rahmen einer kostenpflichtigen Führung zu sehen bekommt (100$ für eine Familie). Nun gut, bleibt noch das freie Herumstreunen. Wir durchqueren ganz selbstverständlich und ungehindert das hohe Eingangstor, sehen heiße Wasserbecken zum Wäschewaschen, ein Loch in der Erde zum Garen von Maiskolben und am Rand des Geländes von einer gemütlichen Bank aus den Geysir „Pohutu“. Er ist gerade auf dem Nachbargelände ausgebrochen und spuckt nicht enden wollende, 20 Meter hohe Wasserfontänen in die Luft. Mensch, das ist Neuseelands bester Geysir! Irgendwann wandern wir weiter auf einen Hügel, der den Blick auf weitere dampfende Felder und grünblau leuchtende Weiher freigibt. Hier oben steht ein Picknicktisch… Ich gehe zurück zum Auto, um den Futterrucksack zu holen. Als ich wieder rein will, werde ich nach meinem Ticket gefragt… Wie, Eintrittskarte, ich denke man könne frei herumstrolchen? Sagt mein Reiseführer… Ja, das höre sie immer mal wieder, entgegnet die freundliche Dame, stimme aber nicht… Hm, ich trolle mich zurück zum Auto und gebe der Familie Bescheid. Schade ums Picknick, aber cool, was wir sonst so alles gesehen haben! Gepicknickt wird schließlich an einer ruhigen Stelle ganz vorn am See, wo Antonia sehr geduldig tolle Fotos von Pukeko-Vögeln macht.

14. März: Während die Waschmaschine läuft, die den Fleck einer halben Flasche Bratöl wieder aus unserem Eingangsteppich entfernen soll, sehen wir uns das erste Maori-Dorf nochmal bei Sonnenschein an. Besonders gut gefällt uns die Kirche, die beim ersten Mal geschlossen war. Dank der bunten Glasfenster kennen die Kinder nun die Namen der vier Evangelisten auf Deutsch und Englisch. Dann suchen wir das Blue Bath auf, schließlich muss man in Rotorua doch irgendwie am großen Bäderangebot partizipieren. Das schöne Gebäude wurde laut Reiseführer vor knapp 90 Jahren „im kalifornischen Missionsstil“ erbaut – uns erinnert es mit seinen braunen Wänden und mediterranen Springbrunnen eher an eine Mischung aus Marokko und Spanien. Das innere Schwimmbecken wurde irgendwann umgewidmet zum edlen Veranstaltungsraum. Das äußere Becken und die beiden kleinen heißen Pools genügen und begeistern uns völlig. Alles schön warm dank Erdwärme, aber keine Amöbengefahr dank gechlortem Leitungswasser. Wir gehen als Letzte, zusammen mit der Dame aus dem Kassenhäuschen. Ein kleiner Abendausflug bringt uns zum Lake Tarawera. Während Valentin und ich die letzten 2,5 Kilometer – endlich mal wieder – im Rahmen einer unserer legendären Zweier-Wanderungen zurücklegen, bevorzugen Antonia und Jochen den guten Otto und haben so noch Zeit zum Baden. Valentin und ich stoßen dazu, als die Sonne den am Horizont thronenden abgebrochenen Vulkan Tarawera, der hier vor gut 130 Jahren alles verschüttet hat, in rötliches Abendlicht taucht.

15. März: Zeit weiterzuziehen. Ulla wird wieder angehängt. Uns zieht es Richtung Meer, durch Obstplantagen zur Bay of Plenty. Unterwegs stoppen wir an den Okere Falls, eigentlich um den Raftingbooten zuzusehen, die sich die weiter flussabwärts gelegenen sieben Meter hohen Tutea Falls hinunterstürzen. Doch heute ist da gar nichts los. Der reißende Kaituna River ist trotzdem sehenswert, die einstündige Wanderung durch seine Schlucht ein Vergnügen. Weitere Abstecher gönnen wir uns nicht, denn wir wollen in Waihi am Strand wieder einen schönen Stellplatz bekommen (das ist auf der Nordinsel alles sehr viel strenger geregelt). Dort angekommen verlieben sich die Kinder in den tollen, direkt angrenzenden Spielplatz, während ich Streuselkuchen backe und Jochen das Meer genießt. Abends grillen wir am australienmäßigen Gasgrill auf der Wiese und essen mit Meerblick und Wellenrauschen zu Abend.

16. März: Streuselkuchen-Frühstück, juhu! Finden auch die Möwen, die uns fröhlich kreischend umrunden. Weil in der Backröhre direkt über der Flammenleiste immer alles schwarz wird, haben wir sogar ein wenig Kuchen für sie übrig. Dann schreiben, spielen und lesen wir, bis uns endlich einfällt, dass wir ja das Meer vor der Tür haben. Jochen schwimmt und gräbt dann Liege-Abdrücke in den Sand, die Kinder fordern die Mini-Wellen mit ihren Bodyboards heraus und ich jogge eine Stunde am Strand entlang. Anschließend mache ich mit Antonia einen Spaziergang zur Bücherei – wir müssen endlich mal wieder vernünftigen Lesestoff auf ihren Kindle laden (Miss Braitwhistle sowie der magische Blumenladen werden ausgewählt). Währenddessen spielen Vater und Sohn begeistert und ausdauernd Fußball – die beiden kommen sich immer näher!!

17. März: Mal wieder ein herbstlicher Regenvormittag, macht aber nichts. Denn heute buchen wir Sonne über Ostern! Wir hatten ursprünglich mal überlegt, statt Australien in die Südsee zu fliegen. Damals haben die Koalas gewonnen. Doch das muss ja nicht endgültig sein… Sonne, Strände, Schnorcheln, Inselleben in der Südsee und der aktive Vulkan Mount Yasur ziehen uns gleichermaßen an, so dass wir uns mehr und mehr in die Vanuatu-Idee verlieben. Und schließlich buchen. Einfach so, an einem Regenvormittag. Vier Tage auf der Hauptinsel Efate, vier Tage beim Vulkan auf Tanna (mit Übernachten im Baumhaus), dann nochmal vier Tage Efate. Yeah! Beschwingt freuen wir uns durch den Tag, alles macht plötzlich noch mehr Spaß. Wir malen und basteln (z.B. tolle bunte Dinos). Joggen und Spazierengehen geht auch, denn gegen Nachmittag klart es auf. Abends grillen wir sogar draußen – aber gegessen wird drinnen, da bläst der Wind nicht so. Und dann haben wir, ausgelassen wie wir heute sind, noch eine coole Idee: Wir spielen mit Stirnlampen Nachtfußball. Und es gibt nur eine, die voll in den Matsch tritt (nun gut, ist die, die ohnehin die Schuhe wieder putzt…)!

18. März: Heute machen wir einen Sonntagsausflug. Mit einem Schlenker über den netten, aber eher unspektakulären McLaren Fall (der Name hält nicht, was er verspricht) fahren wir nach Tauranga. Nach einer Stadtrundfahrt in der Silver Line (auch Otto genannt) landen wir am Hafenbecken und flanieren dort herum. Besonders originell ist ein Bronzekunstwerk, das aus mehreren Hunden besteht, die eine auf einem Stamm balancierende Katze anbellen, prima Fotomotiv. Dann geht’s weiter in den bei Kiwis unheimlich angesagten Stadtteil Mount Manganui. Der Strand dort ist wunderschön. Mit Waffeln bzw. Eis in der Hand beobachten wir eine ganze Weile die vielen Beachvolleyballer, dann machen wir uns an den Aufstieg: Der Mount Manganui, auch Mauao genannt und 212 Meter hoch, will erklommen werden. Die Aussicht auf die Halbinsel, an deren Spitze der Berg sitzt, ist eindrucksvoll. Noch besser macht die Szenerie ein Containerschiff, das gerade aus dem Hafen ausläuft. Es heißt „Hamburg Süd“, und wir fragen uns etwas wehmütig, wann es wohl in Deutschland ankommen wird. Dann lenken wir uns mit Shopping ab. Wir wollen ja bald auf die Coromandel-Halbinsel und versorgen uns schon mal mit viel Futter. Außerdem löst Toni endlich ihren Geburtstagsgutschein ein und bekommt eine neue Taucherbrille… Kann man ja vielleicht brauchen in Vanuatu…

19. März: Wie vorgestern – Regen am Morgen. Der Vater unterrichtet, die Mutter schreibt Blog. Danach eine ordentliche Portion Lego: Valentin darf seinen neuen kleinen Bagger schon mal aufbauen, damit er besser ins Osternest passt. Danach wird er wieder konfisziert. Und nun kommt die Sonne raus. Die Kinder… klar, Bodyboards! Wir Großen spielen ausdauernd Frisbee mit einer Jakobsmuschel. Dann ziehen wir die Kinder auf den Boards durch den nassen Sand, bis Vale runterschlittert und auf dem Kopf landet. Ende der Spaßveranstaltung, ab unter die kalte Dusche. Ist aber bald wieder gut und vergessen, spätestens als wir auf dem Spielplatz eine deutsche Family mit zwei Kindern, sechseinhalb und viereinhalb, kennenlernen. Zum Abendessen gibt es Chicken Korma, nach einem Chefkoch-Rezept äußerst chefmäßig selbst gebrutzelt. Meine kritischste Testerin, Antonia, ist begeistert. Und ich bin stolz. Darauf trinken wir einen Cuba Libre und noch ein paar weitere Absacker mit den neuen Reisebekannten – wunderbar windgeschützt in der Ritterburg auf dem Spielplatz…

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