Ein Tag im Nugget

Reisen mit unserem Nugget (Engl. Goldstück) ist wirklich wunderschön. Egal, wo wir unterwegs sind, wo das Abenteuer uns hinlockt, egal wo die Sonne untergeht – wir sind überall zuhause. Abends gehen wir „nach Hause“ in unseren Nugget, und auch tagsüber ist der Begriff so selbstverständlich, dass wir „mal kurz heimgehen“, um irgendwas zu holen. Auch wenn jeder Tag mit unserem Nuggi anders ist und immer wieder neue Erlebnisse mit sich bringt, so hat sich bei uns inzwischen doch ein gewisser Ablauf eingeschwungen, der sich so oder ähnlich immer wieder findet. Wie einer dieser beliebig austauschbaren, stinknormalen, „fürchterlich stressigen Tage“ aussieht, das erfahrt ihr hier:20170928_093533
20170928_093706Alles fängt natürlich morgens mit dem Aufwachen an. Nur klingelt bei uns kein Wecker, sondern bei Sonnenaufgang kitzeln einen die ersten Sonnenstrahlen sanft wach. Und wer noch keine Lust auf Kitzeln hat, der dreht sich einfach nochmal um und pennt ein Stückchen weiter. Irgendwann haben wir dann aber genügend ausgeschlafen, und es wird Zeit für die Welt da draußen, also Schiebetür auf – Morgenluft rein. Und wenn wir das Glück eines schönen Stellplatzes haben, dann wird mit ordentlich Aussicht noch ein bisschen weitergefaulenzt…

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… Bis dann von oben das große Rumpeln beginnt. Die frische Morgenluft bleibt auch dort nicht unbemerkt, und bald schauen vier neugierige Kulleraugen nach, was denn da unten so passiert! Nicht lange, dann sind beide Kids runtergeklettert, nur um unten nochmal bei Mama und Papa unter die Decke zu schlüpfen. Gruppenkuscheln!!! Ein wichtiger und fester Bestandteil unseres Tages. Das kann auch mal eine Stunde oder länger dauern. Rumalbern, vorlesen, noch mal faulenzen… zu viert auf 1,45m Bettbreite, da muss man sich wirklich mögen – tun wir! Das geht dann solange gut, bis einer heult. Oder Pippi. Oder Hunger… Irgendwann jedenfalls landen wir alle am Frühstückstisch, gerne mit oben erwähnter Aussicht. Aber mal abgesehen vom Panorama ist der Rest ganz normal; es gibt in der Regel Müsli und für Anke einen Morgentee (was das wieder Gas braucht…) und meist noch ein paar leckere Früchte dazu.

Frisch gestärkt geht es dann an unsere wenigen Pflichten. Schule für die Kinder: Anke macht Deutsch und Kunst (Mo, Mi, Fr); ich mache Mathe (Di, Do) – und Sport? Findet am Strand oder beim Wandern statt. Und während der eine unterrichtet, darf der andere sinnvolle Dinge tun. Zum Beispiel Blog schreiben (wie ich jetzt gerade) oder ganz toll: abspülen (wir vermissen unsere Spülmaschine!). Ach ja, an dieser Stelle ein Hinweis an alle Camper: Kauft keine Teller die gaaaanz exakt in den Topf passen. Wir mussten den Topf lange überreden, bis er den letzten Teller wieder ausgespuckt hat. Und irgendwie ist der Topf nun ein bisschen unrund geworden…

Dann endlich! Schule vorbei, Geschirr sauber, Nugget aufgeräumt. Meist ist es bis dahin schon nach 12 Uhr – und der eigentliche Tag kann kommen. Nach einem Mittagssnack verlassen wir unseren eingeschwungenen Vormittagsrhythmus und beginnen einen neuen Abenteuertag. Los geht’s also mit Baden (Sportunterricht), Einkaufen, Wandern oder Sightseeing. Vielleicht fahren wir auch ein Stück weiter zum nächsten Ziel oder machen doch noch ein bisschen Siesta…Hier ist wirklich jeder Tag anders.

Irgendwann gehen auch die schönste Tage vorbei und abends, wenn alles erkundet ist und die Dämmerung anbricht, zieht es uns magisch zurück nach Hause in unseren Nuggi. Hin und wieder essen wir in Restaurants, aber in der Regel kochen wir (meist Anke, wir fallen zurück in alte Rollenbilder: Papa = Auto, Mama = Kochlöffel) was Leckeres zuhause in unserer kleinen Küche. Die Menüauswahl reicht von ganz banalen Nudeln (mit Ketchup…) über zahlreiche Leckereien (Pfannkuchen, Kroketten, Fischstäbchen, Omelett, Gewürzreis, Hackfleischbällchen…) bis hin zur Haute Cuisine in unserem rollenden Sechs-Gänge (+Rückwärtsgang) Restaurant – Pulpo a la Gallega oder Süsskartoffeln in Portwein-Gorgonzola-Sauce – lecker! Wenn dann alle Bäuchlein spannen, wird es Zeit den Tag erfolgreich abzuschließen. Mit einem leckeren Cuba-Libre (und Wasser oder Apfelsaft für die Kids) wird einem weiteren Sonnenuntergang gehuldigt… Oder, falls es – wie so oft – schon etwas später ist, unter dem Sternenhimmel gekuschelt. Erneut durften wir als Familie einen einmaligen Tag erleben, und mit letzter Kraft geht es noch schnell zum Zähneputzen und dann ab ins Bett. Es ist ja eigentlich schon wieder viel zu spät für die Kinder – aber zum Glück können wir morgen ja ausschlafen…

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